
Jetzt ein wenig frisch machen und dann eine Runde Schlaf nach der langen Reise.
Aber "ups", was ist denn das? Da ich in den ersten Minuten nur die schöne Einrichtung der M/S Concerto bewundert hatte, war mir das Motorengeräusch des Schiffs nicht so sehr aufgefallen. Auf dem Bett liegend stelle ich fest, dass es sich nicht nur um ein Geräusch handelt. Nein, die ganze Kabine vibrierte und ich mit.
Das Problem ist für mich jedoch nicht völlig neu. Bereits auf anderen Nilschiffen plagte ich mich in der Vergangenheit mit unangenehmen Motorgeräuschen herum. Dabei sind es nicht nur die eigenen Schiffsmotoren, die auch in vielen Häfen permanent laufen, um Strom für das Nilkreuzfahrtschiff zu erzeugen.
Da die Schiffe meist in mehreren Blocks parallel zueinander ankern und daneben weitere Blöcke mit Schiffen stehen, bekommt man nicht selten auch noch die Geräusche und Abgase der vielen anderen Schiffe mit. Verloren hat man meist immer dann, wenn man im Heck des Schiffs landet, dort wo die Motoren sind. Im vorderen Teil eines Schiffs kämpft man jedoch nicht selten mit den Nilschiffen, die vor dem eigenen ankern.
Ich nehme mir vor kein nörgelnder Urlauber zu sein und die Geräuschkulisse zu ignorieren. Aber es geht nicht, einfach zu laut. Ich suche die Ohrenstopfen, die ich in Deutschland extra für die Reise gekauft hatte. Aber … ich hatte sie vergessen einzupacken. Mist. Jetzt mussten selbstgeformte Tempo-Taschentuch Ohrstöpsel her. Ein Anfang, aber was nutzen Ohrenstöpsel, wenn der ganze Raum vibriert?
Ich bin zu geschwächt, um jetzt mit der Rezeption um ein anderes Zimmer zu feilschen, aber meine Stunde würde kommen. Trotz Radau schlafe ich ein.